01. Dezember 2018

Die heilige Flamme

Der Kreuzritter Raniero de Ranieri macht es sich zur Aufgabe, die Kerze, deren Flamme er am Grabe Christi in Jerusalem entzündet hatte, nach Florenz in seine Heimatstadt zu bringen. Unterwegs muss er feststellen, dass er seine ganze Aufmerksamkeit nur noch dieser einen Aufgabe widmen kann, nichts anderes darf mehr wichtig werden.

Räuber nehmen ihm alles, aber seine Kerze und seinen Mantel, um die Flamme zu schützen darf er behalten. Für sein schnelles Streitross, dessen Tempo ohnehin der Flamme gefährlich wurde, bekommt er einen lahmen Gaul.

Ein Wirt in einer Gaststätte nimmt ihm die Kerze im Strohlager ab, um sie vor dem Erlöschen zu schützen. Er schläft in Höhlen, um die Flamme vor dem Wind zu schützen. Im Getümmel in Florenz angekommen und als alle auf der Straße versuchen, noch die Kerze auszublasen, nimmt ihm seine Frau vom Balkon aus die immer noch brennende Kerze ab.

So kann er sie schließlich in den Dom von Florenz bringen.

 

Ein Kerzenlicht vor dem Ausgehen zu schützen scheint eine kleine Aufgabe, hat aber Ranieros ganze Aufmerksamkeit gebraucht. Ob wir uns unseren Aufgaben, die Jesus uns stellt, auch mit socher Hingabe widmen?